Ein Agenturinhaber sollte seinen idealen Kunden beschreiben. Er sagte: „Fashion-Marken.“ Dann haben wir seine Margendaten geöffnet — und seine profitabelsten Kunden hatten mit Mode nichts zu tun. Er hatte nicht seinen idealen Kunden beschrieben, sondern seinen häufigsten. Ein verbreiteter und teurer Irrtum.
Großkunden fühlen sich sicher an: planbarer Umsatz, bekannter Name, volle Auslastung. Aber genau sie binden oft überproportional viel Energie — endlose Abstimmung, Sonderwünsche, Preisdruck. Wenn du den Deckungsbeitrag je Kunde nicht kennst, subventionierst du diese Kunden womöglich mit den Margen der kleinen, unauffälligen.
Der Weg heraus ist eine ehrliche Bewertung jedes Kunden über vier Spalten: Gesamtumsatz, Profitabilität, erzielte Ergebnisse und wie leicht die Zusammenarbeit ist. In der erwähnten Agentur erreichten von 34 Kunden nur 5 in allen vier Spalten gute Werte. Diese Klarheit verändert Entscheidungen sofort.
Unprofitable Kunden zu erkennen heißt nicht, sie alle zu kündigen. Oft reicht Nachverhandeln, ein angepasster Leistungszuschnitt oder das Streichen stillschweigender Zusatzleistungen. Entscheidend ist, dass du bewusst entscheidest, statt aus Gewohnheit weiterzumachen.
So gehst du konkret vor:
Empfehlung: Margin Leak Audit. Wir bewerten dein Kundenportfolio nach echtem Deckungsbeitrag — und zeigen, wo du quersubventionierst.